Montag, 1. August 2016

Katzenkalender 2017 von Andrea Sroke

Als Chief Executive Cat im Büro für besondere Maßnahmen habe ich die hoch verantwortungsbeladene Aufgabe, mich alljährlich um einen passenden Wandkalender zu kümmern.

Eine kluge Katze geht an diese Aufgabe rechtzeitig, wenn die Auswahl noch groß und Neujahr unvorstellbar weit weg ist. Wissen wir doch alle, dass nach der lecker Weihnachtsgans vor lauter Verdauung kein klarer Gedanke mehr möglich ist.

Katze mit Kalender 2016

Schon im letzten Jahr habe ich für mo jour den fröhlich bunten Katzenkalender der Rostock-Berliner Malerin Andrea Sroke entdeckt. Ich habe ihn über dem Drucker aufgehängt, auf dem ich sehr gerne sitze. 

Ich sitze da so gerne einerseits wegen der Wärme, andererseits wegen der lustigen Geräusche, die mo jour von sich gibt, wenn sie meine kostbaren Silberhaare aus dem Druckerschacht pult, damit kein einziges verlorengeht.

Dieses Jahr habe ich gedacht, ich mache es mir mal etwas leichter, und habe gleich den Nachfolgekalender geordert:

Auch für 2017 hat die Künstlerin Andrea Sroke eine Kalenderauflage gemalt, wieder mit zwölf einzigartigen Katzengemälden.

Katzenkalender 2017

Da freue ich mich schon, der kommt wieder an denselben Platz! So werde ich denn auch nächstes Jahr so oft wie möglich auf dem Drucker hocken voller Bewunderung der Kreativen KatzenKunst, und mo jour wird noch viele silbergraue Haare aus dem Papierschacht pulen dürfen.

Auf dieses Weise wird es uns niemals langweilig.



PS.
Auf der Webseite von Andrea Sroke gibt es noch viel mehr Katzen- und andere Kunst zu entdecken, und natürlich könnt Ihr den schönen Kalender dort auch bestellen. Er kostet 25 Euro.

Persönlich könnt Ihr Andrea Sroke und ihre Kunstwerke kennenlernen auf dem Kunsthandwerkermarkt am Leuchtturm in Warnemünde am 4. und 18. August 2016 oder in Rostock auf dem KUNST-handwerker-MARKT am 26. und 27. August 2016.

Montag, 25. Juli 2016

Lindt oder Leben

Mein Personal und ich, wir haben eine große Gemeinsamkeit:

Wir lieben Schokolade!

Nur da habe ich jetzt ein Problem. Ich kriege nämlich keine!

Während mo jour ihre Schoki, Pralinés und Nougat in Krankenhausmengen verzehrt, werde ich diesbezüglich von ihr strengstens auf Diät gesetzt.

Katze mit Lindt Papier

Sie sagt, dass Kakao in jeder Form für mich giftig ist, weil er Theobromin enthält. 

Theobromin ist für viele Tiere unverträglich, auch für Hunde, und sogar für Bären und Kühe.

Falls ich das Theobromin fräße, verursachte es mir glimpflichst Durst, Erbrechen und Durchfall. Wenn es schlimmer käme, auch noch Herzrhythmusstörungen und einen Kreislaufzusammenbruch. Falls ich letzteren überlebte, könnte - nur wegen dem ollen  Kakao! - auch noch mein Zentrales Nervensystem den Geist aufgeben! Krampfanfälle und Bewusstseinsstörungen bis hin zum Atemstillstand wären die Folge, und dann würde ich eine Katze gewesen sein.

Na. Das lassen wir mal lieber alles im Konjunktiv, auch wenn es schade ist um die schöne Schokolade. Aber da bin ich meinen Personal doch dankbar, dass sie mich nicht mit einer Kakaovergiftung quälen möchte. 

Nur manchmal, ein ganz klein wenig, habe ich dann doch den Verdacht, dass sie selbst es ein wenig übertreibt und mir die Geschichte vom Theobromin nur unter die Nase reibt, damit sie ihr Lindt Fioretto nicht mit mir teilen muss.

Immerhin kriege ich dann die duftenden Knisterpapierchen. Mit denen spiele ich zu gern!


Sonntag, 26. Juni 2016

Sonnenbad

Wir Katzen betrachten die Welt ja gerne mal mit halb geschlossenen Augen.

Probiert es einmal aus: Das Leben wird schön, wenn man durch den Wimpernkranz der halb gesenkten Lider blinzelt. Alles wirkt ein bisschen surreal, nichts ist mehr wichtig. Das ist sehr entspannend!

Ginivra im Sonnenbad

Gleichzeitig lasse ich mir auch gerne die Sonne auf den Pelz scheinen.

Deswegen habe ich bei der Einrichtung meiner neuen Wohnung darauf bestanden, dass das Personal mo jour auf der Anrichte unter dem Westfenster in der Küche ausreichend freien Platz lässt.

Hier genieße ich nun mein Nachmittags-Nickerchen mit halb geschlossenen Augen, bin ganz entspannt im Hier und jetzt und schnurre still vor mich hin.

So versprühe ich rundum positive Energie zwischen Katzengras und grünem Tee.

Der Rest der Welt geht mich nix an.

Montag, 6. Juni 2016

Kiste auspacken

Bisweilen macht mein Personal sich gröbster Pflichtverletzung schuldig: Da stellt sie mir doch neulich diesen frühlingsgrünen Pappkarton hin, ohne ihn vorher für mich auszuräumen. Empört sichtete ich erst einmal den Inhalt.

Viel zu viel Zeug in der Kiste!

Zwar war ziemlich viel drin, aber irgendwie roch es auch ganz gut! Besonders dieses kleine gelbe Kuschelding, super Aroma von Katzenminze. Ich schmiss es erst einmal in hohem Bogen raus. Damit wollte ich mich später beschäftigen ...

Ich will da rein! Alles andere muss raus!

Aber die anderen Sachen? Viel Plastik dabei, Tüten und Metalldosen. Wenn ich mit den Krallen ordentlich daran herumrupfe, fangen die Dinge von innen heraus an, ganz köstlich zu duften. Aber dann schimpft mein Personal wieder und sagt, ich soll nicht alles kaputtmachen ... also spielte ich Katzenbergwerk und buddelte mich bis auf den Kistenboden hinunter.

... jetzt bin ich fast drin ...

Es wollte mir nicht so recht gelingen. Am Boden waren schwer wiegende Hindernisse!

... so richtig Platz für mich ist immer noch nicht ...

Mein Personal, die ansonsten recht zahme mo jour, wagte einen Widerspruch: "Geliebte bezaubernde Gini! Erst bestellst du einen großen grünen Karton voll mit Leckerzeug in deiner Zooplus Lieblings-Katzenboutique im Intercat - und jetzt willst du ihn noch nicht einmal selbst auspacken?"

Tja. Da hat sie mich voll mit kalten Pfoten erwischt, und ich muss mir sehr genau überlegen, wie ich aus dieser Pappkartonnummer wieder herauskomme.

Futtertüten kann ich zwar mit Krallen und Zähnen zerfetzen - aber bei den Metalldosen hat unverändert meine mo jour die alleinige Verfügungsgewalt über den Dosenöffner.


ps.
Dieser Beitrag enthält ausnahmsweise einen Werbelink. Der Einkauf darüber bei Zooplus kostet Euch keinen Cent mehr, spendet aber ein paar Prozent für die  Ernährung der Tierheimkatze.

Dienstag, 24. Mai 2016

Schattenboxen

Habt Ihr schon einmal versucht, über den eigenen Schatten zu springen? Alle Welt erwartet das ja ständig, unsinnigerweise.

Über den eigenen Schatten springen?
Also habe ich ihn mir einmal vorgenommen, meinen riesigen Schatten. Erst habe ich gedacht: "Der muss doch irgendwie kleinzukriegen sein?!"

Zuerst haben wir ziemlich lange palavert - "mrrrrt?" - , uns ein Weilchen miteinander beschäftigt (Katzentodesblick), sind auf dem Teppich umeinander gerollt - *fauchz*- ... und einmal habe ich meinen eigenen Schatten sogar angeschnurrt: "prrrrt." Letzteres, ich gestehe, aus Verlegenheit.

Es hat alles nichts geholfen. Mein riesiger Schatten wollte sich einfach nicht kleinmachen, und es war kein Darüberspringen.

Also habe ich irgendwann auf stur geschaltet und zu meinem Schatten gesagt: "Spring du zuerst!" Dabei habe ich ihn unentwegt angestarrt. Da war mein Schatten ganz verstockt - aber gehopst ist er auch nicht. Auch nicht, als ich ihn wiederholt liebevoll aufmunterte mit einem leicht süffisanten "Nun spring schon. Ist doch ganz einfach!"

Tja, was soll ich sagen? Wenn mein Schatten nicht springt, tu ich's erst recht nicht. Wer sind wir denn?!